Wüstensohn
"Es gibt kein Zurück" (2001)

Musik: Andreas Bärtels
Text: Juliane Werding / Andreas Bärtels
Zeit: 4:01

Die Stadt noch halb im Schlaf
als sie die Zeitung las
das Bild von ihm
wie’n Stich ins Herz
was schon vergessen war
mit ihm in Rom, das Jahr
verwirrend schön
fast untrennbar
sie lieben sich bis beinah in den Tod

Er war die Nacht, der Wind
der Sturm auf ihrer Haut
er hat ihr Kuss für Kuss und mehr und mehr
die Seele aufgetaut
für ihn war Liebe beten
in allen Sprachen dieser Welt
er war der Mann, dem jede Frau
ganz und gar verfällt
Kuss für Kuss – atemlos – Wüstensohn

Ihr war nie klar woher
aus welcher Zeit er kam
er offenbarte ihr
was Leben ist
sie schlägt die Zeitung zu
was drin steht, glaubt sie nicht
was war ist wahr
ganz untrennbar
Erinnerung ist ewig wie aus Stein

Er war die Nacht, der Wind
der Sturm auf ihrer Haut
er hat ihr Kuss für Kuss und mehr und mehr
die Seele aufgetaut
für ihn war Liebe beten
in allen Sprachen dieser Welt
er war der Mann, dem jede Frau
ganz und gar verfällt
Kuss für Kuss – atemlos – Wüstensohn

 

Julianes Kommentar:

Wüstensohn

Es gibt Männer, die Frauen einfach gut tun. Die eine
verborgene Seite in ihnen zum Klingen bringen und
ungewöhnliche Leidenschaften hervorrufen. Gefühle, die
wie ein Sturm über einen hinwegfegen. In dieser Erzählung
übt  das Fremdartige eine große Faszination aus.

Es geht um einen Mann aus einem anderen Kulturkreis.
Solche mitreißenden Erfahrungen sind meistens sehr 
kurzfristig und lassen sich fast nie im Alltag leben.
Als Traum und Sehnsucht bleiben sie aber weiter
bestehen. 

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Letzte Aktualisierung: 26. December 2004 | www.juliane-werding.de ||