Tropfen im Fluß
Land der langsamen Zeit (1997)
A. Bärtels / A. Bärtels
Zeit: 2:58

langsam ist der Fluß, in dem ich Tropfen bin
meistens zieh ich träge mit der Zeit dahin
ich schlafe wenn ich müde bin im Ufergras
und träum so manchen Traum nochmal, den ich vergaß

ich tauche auf den Grund hinab
und frage, wenn ich einen Frage hab
auch wenn ich nur ein Tropfen von ganz vielen bin
haben meine Fragen einen Sinn

ob ein Anfang nach dem Ende kommt, wer weiß
ob die Ewigkeit zu warten lohnt - ich weiß nur eines

langsam ist der Fluß, in dem ich Tropfen bin
meistens zieh ich träge mit der Zeit dahin
manchmal strürze ich von einem Wasserfall
teil mich 1000 Mal, bin überall

langsam ist der Fluß, in dem ich Tropfen bin
meistens zieh ich träge mit der Zeit dahin
irgendwann gelang ich dann aufs Meer hinaus
die Sonne holt mich meistens aus den Fluten raus

als Wolke schweb ich durch den Tag
regne irgendwann herab
und vielleicht speis ich dann den Quell
aus dem der Fluß enspringt
alles was vergangen ist beginnt
und alles was vergangen ist beginnt

Julianes Kommentar:

Wenn ich mir den Jahrmarkt der Eitelkeiten in der Politik,
im Showbusiness oder im Sport ansehe,
muß ich unwillkürlich lächeln.

Alles (über)nehmen sich so wichtig.
In wichtig steckt das Wort "Wicht" - der Zwerg.

Wer steht schon wirklich über seinem Nächsten?

Wer ist schon wirklich mehr als ein Tropfen im Fluß?

Letzte Aktualisierung: 26. December 2004 | www.juliane-werding.de ||