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„Ruhe vor dem Sturm“
„Ruhe
vor dem Sturm“ lautet der Titel der CD, auf der Juliane Werding wieder
die gesamte Bandbreite ihrer Themen ausschöpft. Sie singt von
versunkenen Städten, Begegnungen im Jenseits, von Geistwesen, Werwölfen
und der Ruhe vor dem Sturm. Sie prangert an, setzt sich kritisch mit der
Menschheit als „Krone der Schöpfung“ auseinander, rebelliert mit ihrer
Gottesfurcht und sucht zugleich Gottes Nähe. Doch sie thematisiert auch
Alltägliches: „Janine“ überwindet die Wunden ihrer
Missbrauchsvergangenheit, „Ich vermiss dich“ beschreibt autobiographisch
den Auszug der inzwischen erwachsenen Tochter aus dem Elternhaus.
Während das Vorgängeralbum mit Live-Band eingespielt wurde, lassen
Produzent Harald Steinhauer und Sound-Engineer Frankie Chinasky diesmal
atmosphärische, teils gar bombastische Elektronik-Klänge dominieren.
Martialische Endzeitstimmung wie im Auftaktsong „Schwarz“ wechselt mit
federleichten, entspannten Ethno-Klängen in „Wie im Dezember“, die
Hit-Single „Haus überm Meer“ ist ganz „die Werding“, wie man sie aus
„Nebelmond“ oder „Jenseits der Nacht“ kennt. Eines wird dabei wie immer
deutlich: Der rote Faden, der sich inhaltlich wie kompositorisch durch
die neuen Songs zieht, verbindet die Titel zu einem Gesamtwerk, das sich
von üblichen CD-Liedersammlungen abhebt. Mit diesen und vielen weiteren
Liedern im Gepäck wird Juliane Werding im Februar und März wieder die
Konzerthallen bereisen. Begleitet von ihrer hervorragend besetzten,
international erfahrenen Band. |