|
Ohne Angst
Ihr
Comeback ist gelungen. Darüber besteht schon jetzt kein Zweifel, da
Juliane Werding 3 Titel ihrer jetzt erschienen Langspielplatte
"Ohne Angst" in die Media Control-Hitliste gebracht hat:
"Nacht voll Schatten, "Geh nicht in die Stadt" und
"Sonne auf der Haut", ihre gelungene, deutsche Version des
Nick Kershaw-Hits "Wouldn't It Be Good". Julianes schwere
Jahre sind damit fast vergessen. Gemeint ist die Phase nach ihrer
Entdeckung im SWF-Talentschuppen und dem plötzlichen Erfolg mit
"Conny Kramer" 1972, als die damals Fünfzehnjährige sich
nicht ins Schlagerkarussel begeben und lieber ihre persönlichen Ziele
verwirklichen wollte. Nach Überlegungspause wandte sich Juliane Werding
bekanntlich mit ihren Ideen an den Texter und Komponisten Gunter
Gabriel, der ihr um 1975 sehr erfolgreiche Songs schrieb ("Wenn Du
denkst, Du denkst ..."). Das Image der emanzipierten, jungen Dame
behagte ihr allerdings auch nicht, so daß Juliane beschloß, ihr
vollkommen eigenes Ding zu drehen - die LP "Traumland", die
nach langer Pause 1980 erscheint. Bedauerlicherweise interessierte
dieses Album nur wenige. Juliane verkroch sich ersteinmal und probierte
andere Fähigkeiten aus. Jetzt das Album "Ohne Angst".
Julianes Maxime: Sie will nur noch Lieder singen, von denen sie restlos
überzeugt ist.
Das Album:
Zehn dufte Songs, die zum Großteil vom Produzenten dieser Langrille,
Harald Steinhauer, geschrieben und von Julianes Stammtexter, Michael
Kunze, gekonnt mit Worten bekleidet wurden. "Das Große
Warten" komponierte JULIANE dagegen im Alleingang und zeichnet bei
"Wie Bin Ich Hierhergekommen" als Texterin verantwortlich.
Selbstverständlich sind ihre drei Hits ("Nacht Voll
Schatten", "Geh Nicht In Die Stadt (Heut Nacht)",
"Sonne Auf Der Haut" auf diesem Album enthalten, denen die
vierte Auskopplung, "Drei Jahre Lang", auf dem Hitkurs folgen
soll. An den Instrumenten saß die Garde der deutschen Studiomusiker:
Michael Cretu (Tasteninstrumente), der auch eigenen Platten veröffentlicht
und hier nebenbei als Arrangeur tätig war, Mats Björklund (Gitarren,
Keyboards, Bass), Hermann Weindorf ?Tasten) und der neue
Spliff-Schlagzeuger Curt Cress. |