02
Vielleicht irgendwann
(Maxi-Version)
erstmals auf CD!
03
Avalon (Maxi-Version)
04
Lass es geschehn
(Mondschein-Mix)
05
Singles (Lonely Hearts
Edit)
06
Stimmen im Wind
(Maxi-Version)
07
Nur Sterne
(Instrumental-Version)
08
Wie weit ist Eden (Maxi-Version)
neu hinzugekommen!
09
Der Himmel schweigt (Extended Version)
10
Haus überm Meer (Chill
Out-Mix)
11
Ehendu Namandu
(Radio-Edit)
12
Alles okay
(Lagerfeuer-Mix)
13
Land der langsamen Zeit
(Radio-Version)
14
Männer kommen und geh'n
(Special-Mix)
15
Die Welt danach (Reprise
Instrumental)
16
Halt mich fest, Liebster
(Single-Version)
CD 2 -
B-Seiten & Bonus-Tracks
01
Am Tag, als Conny Kramer
starb (Akustik-Version)
unveröffentlicht!
02
Meeressohn (B-Seite)
erstmals auf CD!
03
Nadza (Duett mit Ulrike
Sauerland)
04
Kleine Männer
(Bonus-Track)
05
SMS (Bonus-Track)
06
Doktor, Doktor (B-Seite)
erstmals auf CD!
07
Komm, wir fliegen
(B-Seite)
08
Du bist mein bester Freund
(B-Seite)
09
Es gibt keine Äpfel ohne
Kerne (B-Seite)
10
Ich war noch nie in San
Francisco (B-Seite)
erstmals auf CD!
11
Lass uns Freunde bleiben
(B-Seite)
Als Fan sammelt man alles (aber auch wirklich alles) von
seinem Star! Da interessiert jeder Zeitungsausschnitt, jedes
Foto, jede TV-Sendung, jede Veröffentlichung. Und den ganz
leidenschaftlichen Sammlern reicht es selbstverständlich
nicht aus, wirklich alle Songs ihres Stars auf Tonträger zu
haben. Da sind sogar sämtliche Single-Auskopplungen auch
dann noch interessant, wenn es sich dabei um die gleichen
Lieder wie auf dem Album handelt, das längst im Regal steht.
Die Single darf trotzdem nicht fehlen. Ganz besonders dann
nicht – und da sind wir beim Thema – wenn sich darauf
spezielle Versionen, Remixe, Bonus-Tracks oder „B-Seiten“
befinden!
In den 1970er Jahren, als es noch Schallplatten gab, gab es
auch die B-Seiten, die manches Mal, wenn später ein Album
zum Single-Hit erschien, gar nicht darauf enthalten waren.
Wozu auch? Sie waren ja bereits auf der Single! Aus
Platzgründen produzierte man wohl lieber noch ein paar neue
Songs, statt das Album mit den schon bekannten B-Seiten zu
füllen. Das hatte jedoch zugleich den Effekt, dass diese
Aufnahmen in Vergessenheit gerieten und zu gesuchten
Raritäten wurden. Später, als die Vinyl-Maxis in Mode kamen,
wurden zusätzlich zur Single oft „Extended Mixe“ oder eben
„Maxi-Versionen“ produziert, die aufgrund ihrer Länge auf
der kleinen 45er-Single keinen Platz hatten. Streng genommen
waren bei diesen Mixen meist nur die Spuren der Aufnahme ein
bisschen in die Länge gezogen; man hörte oft sehr lange
Teile mit den verschiedenen Instrumentenstimmen. Aber gerade
das gab vor allem in den 80er Jahren die einzigartige
Möglichkeit, komplexe Playbacks einmal im Detail hören zu
können: Wie viel es da zu entdecken gab an Sidelines,
Synthieflächen, Effekten, Schlagzeugsounds usw., die im Mix
gar nicht aufgefallen waren! Als in den 90ern die Maxi-CDs
mit ihren teils unzähligen „Remixen“, die sich komplett von
der eigentlichen Produktion abhoben, Hochkonjunktur
feierten, erlebten Freunde der Spezialversion Sternstunden.
All diese Trends gingen auch an den Aufnahmen von Juliane
Werding nicht spurlos vorüber. Neben mittlerweile quasi
verschollenen B-Seiten aus den 70ern und frühen 80ern gab es
eine Zeitlang auch von ihren Singles spezielle Versionen und
Remixe, die mal wesentlich, mal unwesentlich anders waren
als die Hauptversionen. Doch was ist schon „unwesentlich“
für einen Fan! Da wird jede kleinste Änderung analysiert,
interpretiert und – spätestens seit es Fanforen im Internet
gibt – diskutiert. Klar ist es für die breite Masse an
Käufern eher uninteressant, dass z.B. am Schluss eines
Liedes die Sängerin sechsmal (statt nur zweimal) die Zeile
„Lohn der Angst“ singt, zumal das Lied ansonsten komplett
identisch ist. Aber es gibt Hörer, die das nicht nur
registrieren, sondern auch in Käufer-Rezensionen im Internet
reklamieren. Denn das unterscheidet ja nun mal die
Single-Version von der auf dem Album und wiederum derjenigen
auf dem „Best of“-Tonträger, die zwar mit demselben
gekürzten Instrumentalteil, nicht aber dieser winzigen
Änderung aufwartet. Nun ja. Ganz so akribisch wollten wir
bei der Auswahl der Songs dieser Zusammenstellung nicht
sein. Die vielen gekürzten, geschnittenen, Radio- und
Single-Versionen hätten den Rahmen wohl gesprengt und haben
auch schon relativ oft auf den unterschiedlichsten
Compilations Verwendung gefunden. Zudem ist für den Fan
eigentlich nicht so sehr das Weniger, das Geschnittene, das
Verstümmelte von Interesse, sondern vielmehr das Längere,
das Mehr, der Bonus – also quasi das, was dem Filmfan der
„Directors Cut“ ist.
Wir haben also für die vorliegende Kollektion B-Seiten und
Bonus-Tracks, Remixe und Spezialversionen zusammengetragen,
die nur auf Single (und nicht auf Album) erschienen sind und
teils jahrzehntelang in muffigen Archiven verstaubten. Nach
bisweilen langer Recherche wurden diese Songs von
Originalbändern digitalisiert und können nun erstmals auf CD
vorgestellt werden. Doch auch diese wohl überlegte
Zusammenstellung kann keinen Anspruch auf Vollständigkeit
erheben. Der Kampf des Chronisten gegen die Zeit, die
Archivsituation und die manchmal schwierige Rechtslage ist
nicht immer zu gewinnen. Manches bleibt eben unergründlich
und bietet weiterhin größtmöglichen Raum für Spekulationen
und Diskussionen im Fankreis. Vielleicht ja auch im
Forum. Wir hoffen, dass dennoch die
Freude über dieses einmalige Projekt überwiegt, das nur mit
tatkräftiger Unterstützung der jeweiligen Plattenfirmen und
nicht zuletzt einiger emsiger Fans realisierbar war – jener
Sammler, die alles (aber auch wirklich alles!)
leidenschaftlich archiviert haben. Viel Spaß mit dieser
einzigartigen (und persönlich autorisierten) Sammlung von
Juliane Werding, die sich in ihrem Nutzwert von so vielen
anderen (nicht-autorisierten) wohltuend abhebt!