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Fundstücke
Maxis - Remixe - Raritäten
Doppel-CD

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 CD 1 - Spezialversionen & Remixe
01 Weißt du, wer ich bin (Radio-Remix)
02 Vielleicht irgendwann (Maxi-Version) erstmals auf CD!
03 Avalon (Maxi-Version)
04 Lass es geschehn (Mondschein-Mix)
05 Singles (Lonely Hearts Edit)
06 Stimmen im Wind (Maxi-Version)
07 Nur Sterne (Instrumental-Version)
08 Wie weit ist Eden (Maxi-Version)  neu hinzugekommen!
09 Der Himmel schweigt (Extended Version)
10 Haus überm Meer (Chill Out-Mix)
11 Ehendu Namandu (Radio-Edit)
12 Alles okay (Lagerfeuer-Mix)
13 Land der langsamen Zeit (Radio-Version)
14 Männer kommen und geh'n (Special-Mix)
15 Die Welt danach (Reprise Instrumental)
16 Halt mich fest, Liebster (Single-Version)
 CD 2 - B-Seiten & Bonus-Tracks
01 Am Tag, als Conny Kramer starb (Akustik-Version) unveröffentlicht!
02 Meeressohn (B-Seite) erstmals auf CD!
03 Nadza (Duett mit Ulrike Sauerland)
04 Kleine Männer (Bonus-Track)
05 SMS (Bonus-Track)
06 Doktor, Doktor (B-Seite) erstmals auf CD!
07 Komm, wir fliegen (B-Seite)
08 Du bist mein bester Freund (B-Seite)
09 Es gibt keine Äpfel ohne Kerne (B-Seite)
10 Ich war noch nie in San Francisco (B-Seite) erstmals auf CD!
11 Lass uns Freunde bleiben (B-Seite)

 

Als Fan sammelt man alles (aber auch wirklich alles) von seinem Star! Da interessiert jeder Zeitungsausschnitt, jedes Foto, jede TV-Sendung, jede Veröffentlichung. Und den ganz leidenschaftlichen Sammlern reicht es selbstverständlich nicht aus, wirklich alle Songs ihres Stars auf Tonträger zu haben. Da sind sogar sämtliche Single-Auskopplungen auch dann noch interessant, wenn es sich dabei um die gleichen Lieder wie auf dem Album handelt, das längst im Regal steht. Die Single darf trotzdem nicht fehlen. Ganz besonders dann nicht – und da sind wir beim Thema – wenn sich darauf spezielle Versionen, Remixe, Bonus-Tracks oder „B-Seiten“ befinden!

In den 1970er Jahren, als es noch Schallplatten gab, gab es auch die B-Seiten, die manches Mal, wenn später ein Album zum Single-Hit erschien, gar nicht darauf enthalten waren. Wozu auch? Sie waren ja bereits auf der Single! Aus Platzgründen produzierte man wohl lieber noch ein paar neue Songs, statt das Album mit den schon bekannten B-Seiten zu füllen. Das hatte jedoch zugleich den Effekt, dass diese Aufnahmen in Vergessenheit gerieten und zu gesuchten Raritäten wurden. Später, als die Vinyl-Maxis in Mode kamen, wurden zusätzlich zur Single oft „Extended Mixe“ oder eben „Maxi-Versionen“ produziert, die aufgrund ihrer Länge auf der kleinen 45er-Single keinen Platz hatten. Streng genommen waren bei diesen Mixen meist nur die Spuren der Aufnahme ein bisschen in die Länge gezogen; man hörte oft sehr lange Teile mit den verschiedenen Instrumentenstimmen. Aber gerade das gab vor allem in den 80er Jahren die einzigartige Möglichkeit, komplexe Playbacks einmal im Detail hören zu können: Wie viel es da zu entdecken gab an Sidelines, Synthieflächen, Effekten, Schlagzeugsounds usw., die im Mix gar nicht aufgefallen waren! Als in den 90ern die Maxi-CDs mit ihren teils unzähligen „Remixen“, die sich komplett von der eigentlichen Produktion abhoben, Hochkonjunktur feierten, erlebten Freunde der Spezialversion Sternstunden.

 

All diese Trends gingen auch an den Aufnahmen von Juliane Werding nicht spurlos vorüber. Neben mittlerweile quasi verschollenen B-Seiten aus den 70ern und frühen 80ern gab es eine Zeitlang auch von ihren Singles spezielle Versionen und Remixe, die mal wesentlich, mal unwesentlich anders waren als die Hauptversionen. Doch was ist schon „unwesentlich“ für einen Fan! Da wird jede kleinste Änderung analysiert, interpretiert und – spätestens seit es Fanforen im Internet gibt – diskutiert. Klar ist es für die breite Masse an Käufern eher uninteressant, dass z.B. am Schluss eines Liedes die Sängerin sechsmal (statt nur zweimal) die Zeile „Lohn der Angst“ singt, zumal das Lied ansonsten komplett identisch ist. Aber es gibt Hörer, die das nicht nur registrieren, sondern auch in Käufer-Rezensionen im Internet reklamieren. Denn das unterscheidet ja nun mal die Single-Version von der auf dem Album und wiederum derjenigen auf dem „Best of“-Tonträger, die zwar mit demselben gekürzten Instrumentalteil, nicht aber dieser winzigen Änderung aufwartet. Nun ja. Ganz so akribisch wollten wir bei der Auswahl der Songs dieser Zusammenstellung nicht sein. Die vielen gekürzten, geschnittenen, Radio- und Single-Versionen hätten den Rahmen wohl gesprengt und haben auch schon relativ oft auf den unterschiedlichsten Compilations Verwendung gefunden. Zudem ist für den Fan eigentlich nicht so sehr das Weniger, das Geschnittene, das Verstümmelte von Interesse, sondern vielmehr das Längere, das Mehr, der Bonus – also quasi das, was dem Filmfan der „Directors Cut“ ist.

Wir haben also für die vorliegende Kollektion B-Seiten und Bonus-Tracks, Remixe und Spezialversionen zusammengetragen, die nur auf Single (und nicht auf Album) erschienen sind und teils jahrzehntelang in muffigen Archiven verstaubten. Nach bisweilen langer Recherche wurden diese Songs von Originalbändern digitalisiert und können nun erstmals auf CD vorgestellt werden. Doch auch diese wohl überlegte Zusammenstellung kann keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Der Kampf des Chronisten gegen die Zeit, die Archivsituation und die manchmal schwierige Rechtslage ist nicht immer zu gewinnen. Manches bleibt eben unergründlich und bietet weiterhin größtmöglichen Raum für Spekulationen und Diskussionen im Fankreis. Vielleicht ja auch im Forum. Wir hoffen, dass dennoch die Freude über dieses einmalige Projekt überwiegt, das nur mit tatkräftiger Unterstützung der jeweiligen Plattenfirmen und nicht zuletzt einiger emsiger Fans realisierbar war – jener Sammler, die alles (aber auch wirklich alles!) leidenschaftlich archiviert haben. Viel Spaß mit dieser einzigartigen (und persönlich autorisierten) Sammlung von Juliane Werding, die sich in ihrem Nutzwert von so vielen anderen (nicht-autorisierten) wohltuend abhebt!