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Juliane
Werding: DIE WELT DANACH.
Sie hat viele
Gesichter: Teenie-Star und Protestsängerin der 70er, starke Frau der
80er, Mystikerin der 90er, Heilpraktikerin und Homöopathin, Buchautorin
und Schauspielerin. Und doch ist sie in erster Linie nur eines: Die
Werding – eine Ausnahme im deutschen Musikgeschäft. „Ich geh meinen
Weg“: Der Eröffnungssong ihres 20. Albums einer über 30jährigen
beispiellosen Karriere ist Maxime. Die Frau ist ihre eigene Marktlücke
und mit über 25 Millionen verkauften Tonträgern eine der erfolgreichsten
deutschsprachigen Sängerinnen.
Sängerin? Eher ist sie
Geschichtenerzählerin, und das ist es, was sie neben ihrer einzigartigen
Stimme so unverwechselbar macht. In liebevoller Weise stellt sie auch
dem Zuhörer den Kontakt her, den sie zu den kleinen und großen Helden
ihrer musikalischen Poesien hegt. Da sind die Wesen einer anderen
(besseren?) Wirklichkeit – Engel, Schamanen, Königinnen – und da sind
die vor allem weiblichen Figuren mit ihren alltäglichen Sorgen und
Freuden, in denen sich jeder wieder entdecken kann. Juliane Werding
weiß, wovon sie singt, vertritt ihre Themen aufrichtig, bezieht
Stellung, ist dabei nicht aufgesetzt und lässt sich nichts aufsetzen.
Ihr Erfolgsgeheimnis.
Erfolg verpflichtet.
Leider nicht nur den Künstler, sondern auch die Musikindustrie. Mit den
aufgezwungenen Vorstellungen von einem trendgemäßen Produkt konnte sich
Juliane Werding noch nie identifizieren und verließ vor drei Jahren
einmal mehr eingefahrene Pfade. Sie nahm sich eine Auszeit, fand sich
mit Harald Steinhauer wieder zusammen – dem Mann, der als Produzent und
Komponist für ihre größten Hits (allen voran „Stimmen im Wind“, „Nacht
voll Schatten“, „Sehnsucht ist unheilbar“, „Das Würfelspiel“ oder „Tarot“)
verantwortlich zeichnete. In ihm fand sie einen Verbündeten auf ihrem
eigenwilligen Weg. Ein Jahr verbarrikadierte sie sich mit Steinhauer und
Arrangeur Frankie Chinasky hinter Studiotüren, keine Auftritte, kein
Fernsehen, keine Interviews.
Die Schaffenspause hat
sich gelohnt. Jetzt startet sie wieder durch: Single, Album, DVD und
Tour, alles gleichzeitig – wenn sie etwas angeht, dann richtig. Dabei
hat sie sich wieder einmal neu erfunden, ohne dabei ihre Wurzeln zu
vergessen. Dass Erfolg langfristig nur so möglich ist, beweist das
zeitlos moderne Resultat, das sie sibyllinisch DIE WELT DANACH nennt.
Alle Texte hat sie selber geschrieben und sich sowohl dabei als auch
musikalisch keine Grenzen gesetzt. Vertraute sanfte Melodien wechseln
mit von ihr ungekannten Rock-Riffs. „Die Welt danach hat viele
Dimensionen – die Zukunft, die Endzeit, das Jenseits oder auch einfach
nur die Zeit nach einem Wendepunkt im Leben, zum Beispiel dem Beginn
oder dem Ende einer zwischenmenschlichen Beziehung. Die Welt danach
kennen wir alle, aber niemand weiß, wie sie aussieht.“ Niemand? Auch
wenn sie es bestreitet: Wer das Album hört, gewinnt den Eindruck,
Juliane Werding weiß mehr …
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